Du wohnst im Allgäu, aber dein Traumjob ist in Tirol? Oder du bist aus dem Außerfern und willst im Ostallgäu durchstarten? Gute Entscheidung! In unserer Region ist das völlig normal. Damit du dich im Bürokratie-Dschungel nicht verirrst, haben wir die wichtigsten Facts für deinen Start als Grenzgänger gesammelt.
1. Berufsschule: Wo muss ich hin? 🏫
Die Faustregel ist simpel: Die Schule folgt dem Betrieb.
Betrieb in Tirol: Du gehst in der Regel auch in Tirol zur Berufsschule (z.B. Reutte oder Innsbruck).
Betrieb im Allgäu: Deine Berufsschule ist in Bayern (z.B. Kaufbeuren, Marktoberdorf oder Kempten).
Gut zu wissen: Es gibt sogenannte "Gastschulanträge", falls der Weg zur Schule im Nachbarland viel weiter wäre als zur Schule vor deiner Haustür. Das klärst du aber am besten direkt mit deinem Ausbilder im Vorstellungsgespräch.
2. Cash & Steuer: Wer will was von mir? 💶
Keine Panik vor dem Finanzamt! Als Azubi verdienst du meistens noch nicht so viel, dass riesige Steuern anfallen.
Steuerpflicht: Grundsätzlich bist du dort steuerpflichtig, wo du arbeitest. Dank des "Doppelbesteuerungsabkommens" (krasses Wort, oder?) zahlst du aber nie doppelt.
Das Wichtigste: Du brauchst meistens eine Steuernummer aus dem Land, in dem du arbeitest. Dein Arbeitgeber hilft dir beim Antrag – das ist Routine für die Firmen hier!
3. Krankenversicherung: E-Card oder Karte? uarr;
Wer arbeitet, ist versichert. Auch hier gilt das Arbeitsort-Prinzip:
Job in Österreich: Du bist bei der ÖGK versichert und bekommst die E-Card. Damit kannst du aber auch ganz normal zu deinem Arzt in Deutschland gehen (Formular S1 besorgen – klingt kompliziert, ist aber nur ein Zettel).
Job in Deutschland: Du bist bei einer deutschen Krankenkasse (AOK, Barmer, etc.) versichert. Auch damit kannst du bei Bedarf zum Arzt in Tirol.
4. Abschluss & Zukunft: Gilt das auch "drüben"? 🎓
Kurz gesagt: Ja! Deutschland und Österreich haben weltweit das beste Ausbildungssystem (Duales System). Ein Gesellenbrief oder Facharbeiterbrief wird auf der anderen Seite der Grenze fast immer problemlos anerkannt. Egal ob du später "dahoam" bleibst oder international Karriere machst – deine Ausbildung hier ist Gold wert.
Fazit:
Lass dich von der Grenze nicht bremsen. Die Betriebe im Ostallgäu und Außerfern suchen genau DICH – egal von welcher Seite des Grenzübergangs du kommst.
Noch unsicher? Frag im Bewerbungsgespräch einfach: "Wie machen das eure anderen Azubis aus dem Nachbarland?" Du wirst sehen: Du bist nicht der/die Erste! 🚀
